Gasthof

Geiersmühle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Lardo im Odenwald

Gut, es dauert eine Weile, bis man, jedenfalls von Frankfurt aus, dieses Lokal im tiefen Odenwald erreicht hat. Doch die Geiersmühle bei Michelstadt-Vielbrunn entschädigt für jeden Kilometer auf dem Weg zu ihr. Der Anblick des Gebäude-Ensembles mit dem schönen Innenhof und seiner Ausstrahlung heiterer Eleganz hebt die Stimmung, das Essen dort kann das auch tun.

In den siebziger Jahren hatten die deutsch-italienischen Wirte bei einer Landpartie die Mühle entdeckt und sie erworben, heute steht mit Roberto Wewetzer die zweite Generation der Familie am Herd. Der Küchenchef hat eine Art zu kochen, die beherzt Zugriff nimmt auf die Region und auf das Mediterane, mit Abstechern, die nicht alle gleich gut nachzuvollziehen sind. aber insgesamt von wachem gastgeberischem Verstand künden.

Die badische Schneckensuppe bleibt besser weg, wenn sie wie hier dünn ist, mit halben Kirschtomaten darin. Empfehlenswerter ist es, als Vorspeise Wachteln zu nehmen - in Rotwein geschmorte Keulen, rosa gebratene Brüstchen und dazu gelbe Balsamico-Linsen mit Wildkräutern. Auch der "Salumi"-Teller ist interessant, mit toskanischem Schinken, Salami und mit Lardo, einem weißen, in Salz und Gewürzen eingelegten Speck, der eigentlich keiner ist, sondern das schiere, direkt unter der Schwarte eines Schweines herausgeschnittene Fett.

Hin und her zwischen Land und Meer, ländlich und klassisch, geht es bei den Hauptgerichten. Top-Calamaretti, die wie Sardinen und Kaisergranat auf Salat gebettet sind, steht der tadellose rosa Rehrücken mit Rahmpfifferlingen, Spätzle und Wirsing gegenüber. Gut ist auch die in Zitronengras gebackene Perlhuhnbrust und sind vor allem die in Salbei und Rosmarin gebratenen Lammnieren mit Spinat und Röstkartoffeln. Unter den trockenen Weinen sind unter anderem ein paar schöne fränkische Rieslinge und ist der trockene "Muskat Ottonel" von Sepp Moser am Neusiedlersee. Die Jahrgänge indes dürften schon angegeben werden. Das kostet ja nichts.

Jaquline Vogt - Frankfurter Allgemeine Sonnzagszeitung v.5.9.2005

 

Unser Restaurant wird besprochen u.a. im Guide Michelin, Gault Millaut, Varta Führer, Feinschmecker

Der Hessische Rundfunk sendete eine Reportage über die Geiersmühle in hr skyline :
http://www.hr-online.de/website/rubriken/freizeit/index.jsp?rubrik=10868&key=standard_document_1862938

Uwe Günzlers Buch "Genuss Touren - Hessentipps 1" , erschienen im idee media Verlag in Neuwied/Rhein hat im ersten Kapitel Station in der Geiersmühle gemacht.

 

 


 

 

 

 

 

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